Unsere Fachdienste

  • Alle Mitarbeiter werden regelmäßig intern und auf Antrag auch extern weiterqualifiziert. Die internen Fortbildungsangebote finden regelmäßig ( 9x/ Jahr) zum Thema Umgang mit bindungsgestörten und/oder traumatisierten Kinder und Jugendlichen, Eingliederungshilfe nach § 35a, Teilnahme am Deeskalationstraining, verhaltenstherapeutisch orientierter Herausforderungsplan, Kinderschutz nach § 8a, b SGB VIII, Partizipation und Beschwerdeverfahren, EDV, Erste Hilfe, Brand – und Arbeitsschutz, Hygienevorschriften und Haushaltsführung statt.
  • Eingangs-und Verlaufsdiagnostik
  • Erstellung von mind. 2 Entwicklungsberichten/Jahr
  • Intensive erzieherische Auseinandersetzung mit Kindern und Jugendlichen
  • Ressourcenorientierte individuelle Förderung in der sozialen und emotionalen Entwicklung.
  • Gezielte Förderung im kognitiven und lebenspraktischen Bereich
  • Vermittlung von Normen und Werten
  • Intensive Hausaufgabenbetreuung und schulische Förderung
  • Sicherstellung und Vermittlung von berufsbegleitenden Hilfen.
  • Enge Kooperation mit den Schulen und den Schulaufsichtsbehörden
  • Anleitung und Sicherstellung bei der Gesundheits – und Hygieneerziehung
  • Entwicklungsförderung im Bereich der Grob und Feinmotorik
  • Informations-und Erfahrungsaustausch in regelmäßigen Reflektionsgespräche (4-wöchig als Regelleistung)
  • Elterntherapie nach Vereinbarung im Hilfeplangespräch möglich. (Abrechnung erfolgt über Fachleistungsstunden)
  • Optionale Hausbesuche 1x/Quartal (Abrechnung über Fachleistungsstunde)
  • Vor- und Nachbereitung der Heimfahrtwochenenden (max. 14-tägig)
  • Entwicklung und Realisierung eines adäquaten Hilfeplans
  • Diagnostische Abklärung, Anamnese
  • Regelmäßiger Austausch und Abstimmung des Erziehungsprozesses

UNSERE FACHDIENSTE

Psychologischer Fachdienst

  • Psychologischer Clearingbericht 3 Monate nach Neuaufnahme
  • Entwicklungs-, Leistungs und Verlaufsdiagnostik
  • Diagnostik zur Schulplazierung
  • Psychologische Betreuung in Einzel- und Gruppensituationen als Regelangebot (60 Min/Woche)
  • Elternarbeit
  • Fallsupervision für Bezugspädagoge gem. mit Bezugskind
  • Enge Zusammenarbeit mit ext. Psychotherapeuten
  • Enge Zusammenarbeit mit ambulanter und stationärer Kinder und Jungendpsychiatrie
  • Begleitung bei Terminen und Controlling bei medikamentöser Behandlung
  • Schulung von Mitarbeitern zum fachgerechten Umgang von bindungsgestörten  und/oder traumarisierten Kindern und Jugendlichen

UNSERE FACHDIENSTE

Arbeitspädagoge

  • Durchführung von Gruppen und Einzelprojekten
  • Heranführung an handwerkliches Arbeiten
  • Förderung von Berufseignung
  • Einleitung und Durchführung von berufsorientierenden Angeboten
  • Enge Vernetzung mit Schulen, Ausbildungsbetrieben und der Bundesagentur für Arbeit
  • Enge Kooperation mit besonders betreuten Ausbildungsangeboten

Ein Mann für alle Fälle

Thomas Schneider ist mehr als nur „der Arbeitspädagoge“ bei Dialog. „Sie kommen manchmal auch mit ihren Problemen und Fragen lieber zu mir. Neulich wollte ein Junge wissen, welchen Rasierschaum er am besten verwenden kann“, sagt der 50-Jährige schmunzelnd.

Schneider legt bei der Arbeit viel Wert auf Genauigkeit und Sorgfalt. Das scheint sich auch auf die Mädchen und Jungen aus den Wohngruppen zu übertragen. „Oft bekommen sie nach einem Praktikum die Rückmeldung, dass sie schon sehr selbstständig arbeiten können. Das freut uns natürlich“, so der Arbeitspädagoge. „Wir arbeiten angelehnt an das reale Arbeitsleben. Die Kinder und Jugendlichen sollen mit kleinen Schritten groß werden und lernen, auf eigenen Füßen zu stehen. Die Schule ist dabei das A und O, sie sollen erstmal einen Abschluss machen.“

Seit mehr als vier Jahren ist er für die Dialog gGmbH tätig. Immer wieder seien pfiffige Mädchen und Jungen dabei, wobei die Jungen mehr Interesse zeigen. Wenn sie 14 Jahre alt sind, wird ihnen nahegelegt, einmal pro Woche mit Thomas Schneider zu arbeiten. Erst einmal habe er es erlebt, dass ein Junge sich komplett geweigert hat, mit ihm zu arbeiten. Fahrräder oder Türen werden repariert, es wird gebohrt, geschmirgelt oder geschraubt. „Alle Projekte sind gut, weil sie von der Aufgabenstellung her unterschiedlich und vielfältig sind“, betont er. Die Kinder und Jugendlichen lernen alle Arbeitsschritte kennen: Planung, Logistik (z.B. welche Schrauben besorgt werden müssen) und Fertigstellung.

Manche Projekte nehmen viel Zeit in Anspruch. Die Sanierung des Warteraums im Fachwerkhaus etwa habe vier Monate gedauert. Vom Abreißen der Tapeten über Fußbodendämmung verlegen bis zum Reinigen und Versiegeln der Eichenbalken musste alles gemacht werden. Geholfen haben ihm die Jugendlichen ab 14 Jahren aus den Wohngruppen. Zurzeit nimmt der ehemalige Bauwagen im Garten der Mädchen-Wohngruppe viel Zeit in Anspruch. Im Oktober wird der „Partyraum“ wohl fertig sein. „Hier haben wir von der Sanierung des Fahrgestells bis zum Abdichten des Dachs alle Arbeiten übernommen. Blechwände wurden zum Beispiel neu befestigt und verschraubt, das Fahrgestell entrostet und gestrichen. Die Wände sind neu gedämmt und mit Profilholz verkleidet worden, auch der Fußbodenaufbau ist komplett neu.“ Weitere Projekte waren unter anderem Hochbeete für die Wohngruppen Ulmenhof und Wimmer, Zäune für die Mädchen- und Jungen-Wohngruppen in Wittlage sowie ein Parkplatz für die Pädagogen.

Mit freiwilligen Stunden können sich die Jugendlichen zudem Gutscheine verdienen, zum Beispiel von Elektromärkten. Ein Anreiz, der vor allem in den Sommerferien dafür gesorgt hat, dass Thomas Schneider täglich tatkräftige Unterstützung hatte. „Das Konzept gilt selbstverständlich unter Berücksichtigung des Jugendarbeitsschutzgesetzes“, stellt er klar. Auch vor diesem Gespräch weist er einen Jungen noch schnell ein. Bei ihm fallen einige Schulstunden aus, er hilft freiwillig beim Tapetenabkratzen mit.

Wenn mehrere Jungen gleichzeitig an einem Projekt arbeiten, dann setzt er die älteren auch als Aufsichtspersonen und Arbeitsanleiter ein. „Ich sage den Jungen aber nicht nur, was sie machen sollen. Ich arbeite auch mit und möchte ein gutes Beispiel abgeben“, sagt Schneider. Er sei schon immer kreativ gewesen und habe den Drang gehabt, arbeiten zu wollen.

Bei seiner Arbeit für die Dialog gGmbH kommt ihm seine berufliche Vergangenheit zugute. Nach seiner ersten Ausbildung zum Maschinenschlosser verschlug es ihn für einige Jahre zur Bundeswehr. Später folgte eine zweite Ausbildung zum Bauklempner. Er orientierte sich aber noch einmal um und absolvierte mehrere Praktika in Behindertenwerkstätten, es folgte unter anderem eine Weiterbildung im Bereich der Behindertenpädagogik.

An Arbeit für die Kids mangelt es Schneider auch in Zukunft nicht, „wir haben Aufträge ohne Ende“. Und die Jungen werden sicherlich auch weitere Fragen haben, nicht nur zum Rasierschaum.

UNSERE FACHDIENSTE

Kunsttherapeut

  • Durchführung von Gruppen und Einzelprojekten
  • Förderung von Kreativität und motorischen (Feinmotorik, Grafomotorik) Fertigkeiten
  • Enge Zusammenarbeit mit dem Therapiehaus PiKa: Physiotherapie, Frühförderung, Ergotherapie und Osteopathie
  • Enge Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Bad Essen e.V.

UNSERE FACHDIENSTE

Ombudschaft

Info zur Ombudschaft: gelebter Kinderschutz gemäß §8a SGB VIII

Kinderschutz spielt in den Einrichtungen der Dialog gGmbH eine große Rolle. Die Kinder und Jugendlichen befinden sich in unserer Obhut und haben ein Recht darauf, mitreden zu dürfen und beschützt zu werden. Hierfür gibt es innerhalb der Wohngruppen eine Vielzahl von Beteiligungs- und Beschwerdemöglichkeiten. Zusätzlich gibt es ein gesondertes Ombudssystem. Eine feste Ansprechpartnerin, die sogenannte Ombudsfrau, besucht die Wohngruppen wöchentlich. Sie baut eine Vertrauensbasis zu den Kindern auf und macht ihnen Gesprächsangebote.Die Kinder und Jugendlichen können die Ombudsfrau bei ihren wöchentlichen Besuchen persönlich ansprechen. Alternativ steht in jeder Wohngruppe ein Briefkasten zur Verfügung, für den nur die Ombudsfrau einen Schlüssel besitzt. Für eilige Anliegen gibt es eine Handynummer und eine Mailadresse.
So haben die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit, Beschwerden zu äußern, mit denen sie sich nicht an ihre Betreuer wenden möchten. Genauso können Entscheidungen oder Handlungen der Pädagogen hinterfragt und zur Diskussion gestellt werden. Im Vier-Augen-Gespräch besprechen Kind und Ombudsfrau zunächst die Angelegenheit alleine. Gemeinsam klären sie, ob die Beschwerde berechtigt ist oder ob die Situation aus Sicht des Kindes anders bewertet wurde als aus Sicht der Ombudsfrau. Besteht ein weiterer Handlungsbedarf, gibt es verschiedene Wege der Weiterbearbeitung.  Diese bewegen sich, abhängig von Art und Schwere der Beschwerde, von einem klärenden Gespräch mit dem betreffenden Pädagogen bis hin zu einer direkten Weiterleitung an das Landesjugendamt.Diese externe Beschwerdeinstanz dient dazu, das Machtgefälle zwischen Kindern und Betreuern ein Stück weit auszugleichen. Die Ombudsfrau steht den Kindern und Jugendlichen hier bei Bedarf wie ein Anwalt zur Seite, ohne jedoch die Sichtweise der Mitarbeiter zu vernachlässigen.

 

Die Flyer als Download

Ombudschaft 2018.pdf (1,8 MiB)

Kinderrechte 2018.pdf (1,8 MiB)

UNSERE FACHDIENSTE

Schulbetreuung

Im Rahmen der individualpädagogischen Betreuung arbeiten wir eng mit der Kinderhaus Wittlager Land gGmbH zusammen. Alle Informationen zu diesem Angebot finden Sie hier:

https://www.kinderhaus-wittlagerland.de/paedagogische-einzelbetreuung.html

Ebenso ist die Schulbetreuung in Zusammenarbeit mit dem Kinderhaus Wittlager Land möglich:

https://www.kinderhaus-wittlagerland.de/schulische-einzelbetreuung.html