Ombudschaft

Info zur Ombudschaft: gelebter Kinderschutz gemäß §8a SGB VIII

Kinderschutz spielt in den Einrichtungen der Dialog gGmbH eine große Rolle. Die Kinder und Jugendlichen befinden sich in unserer Obhut und haben ein Recht darauf, mitreden zu dürfen und beschützt zu werden. Hierfür gibt es innerhalb der Wohngruppen eine Vielzahl von Beteiligungs- und Beschwerdemöglichkeiten. Zusätzlich gibt es ein gesondertes Ombudssystem. Eine feste Ansprechpartnerin, die sogenannte Ombudsfrau, besucht die Wohngruppen wöchentlich. Sie baut eine Vertrauensbasis zu den Kindern auf und macht ihnen Gesprächsangebote.

Die Kinder und Jugendlichen können die Ombudsfrau bei ihren wöchentlichen Besuchen persönlich ansprechen. Alternativ steht in jeder Wohngruppe ein Briefkasten zur Verfügung, für den nur die Ombudsfrau einen Schlüssel besitzt. Für eilige Anliegen gibt es eine Handynummer und eine Mailadresse.
So haben die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit, Beschwerden zu äußern, mit denen sie sich nicht an ihre Betreuer wenden möchten. Genauso können Entscheidungen oder Handlungen der Pädagogen hinterfragt und zur Diskussion gestellt werden. Im Vier-Augen-Gespräch besprechen Kind und Ombudsfrau zunächst die Angelegenheit alleine. Gemeinsam klären sie, ob die Beschwerde berechtigt ist oder ob die Situation aus Sicht des Kindes anders bewertet wurde als aus Sicht der Ombudsfrau. Besteht ein weiterer Handlungsbedarf, gibt es verschiedene Wege der Weiterbearbeitung.  Diese bewegen sich, abhängig von Art und Schwere der Beschwerde, von einem klärenden Gespräch mit dem betreffenden Pädagogen bis hin zu einer direkten Weiterleitung an das Landesjugendamt.

Diese externe Beschwerdeinstanz dient dazu, das Machtgefälle zwischen Kindern und Betreuern ein Stück weit auszugleichen. Die Ombudsfrau steht den Kindern und Jugendlichen hier bei Bedarf wie ein Anwalt zur Seite, ohne jedoch die Sichtweise der Mitarbeiter zu vernachlässigen.